2. Station: Weiterführender Impuls für Erwachsene
Was glaubst denn du: Wo kommt alles her?
Die Frage nach dem Ursprung des Seins
Die Schönheit und gleichzeitige Zerbrechlichkeit dieser Welt lösen Fragen aus. So gab es in der Menschheitsgeschichte immer schon das Bedürfnis, zu erfahren, woher alles kommt: In Geschichten und Mythen erzählen die Religionen vom Ursprung.
Im ersten Teil der christlichen Bibel (der aus dem Judentum übernommen ist), gibt es sogar zwei Schöpfungsberichte. Der erste (um 1000 v. Chr.) erzählt von einem Garten, in dem Gott den Menschen aus dem Ackerboden geformt hat. Der zweite (etwa 500 v. Chr) erzählt von der Erschaffung der Welt in sieben Tagen. Beide Erzählungen drücken aus: Gott hat diese Welt und jeden Menschen gewollt. In der Ausgestaltung greifen sie allerdings Fragen ihrer jeweiligen Zeit auf. So betont z.B. die Erschaffung der Welt in sieben Tagen, wie wichtig es ist, einen Tag in der Woche der Ruhe und dem Dank für alles zu widmen.
Menschen unserer Zeit kennen die wissenschaftlichen Theorien über die Entstehung der Erde. Dennoch bleiben auch für uns Fragen: Woher kommt z.B. die Energie für den Urknall? Warum ist die Welt nicht nur praktisch, sondern auch schön? Kann das alles, was um uns ist, nur Zufall sein? Die Frage nach dem Ursprung der Welt wird immer eine Frage nach Gott und dem persönlichen Glauben bleiben.
