3. Station: Weiterführender Impuls für Erwachsene

Was glaubst denn du: Gibt es mehr, als du siehst?


Verbundenheit mit einem Leben jenseits des Sichtbaren

"Von guten Mächten wunderbar geborgen, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag: Gott ist mit uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

So beginnt ein bekanntes Kirchenlied. Den Text hat Dietrich Bonhoeffer im Gefängnis zum Jahreswechsel geschrieben, als er von den Nazis inhaftiert war. Trotz drohendem Tod weiß er sich von guten Mächten geborgen und von Gottes guten Gedanken umgeben. Er spürt diese Verbundenheit mit einem anderen Leben jenseits des Sichtbaren.

Viele Menschen spüren, wenn sie einen Raum betreten und den anderen Menschen in die Augen blicken, ob eine gute, offene Atmosphäre herrscht, oder ob ihnen Feindseligkeit und Ablehnung entgegenkommt. Kennen Sie das auch? Das Gefühl, getragen und anerkannt zu sein, entsteht dort, wo Menschen eine Haltung einnehmen, die der bedingungslosen Nächstenliebe entsprechen - jener Haltung, die Jesus gelehrt hat. Feindseligkeit ist dort zu spüren, wo es um Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Lüge usw. geht.

All das ist unsichtbar - und hat doch so viel Einfluss auf unsere Lebensqualität. Gottes unsichtbare Welt wird - so glauben es viele Christen - vor allem dort spürbar, wo wir uns getröstet, getragen und gesehen fühlen - im Kreis anderer Menschen, in der Kirche oder auch dort, wo wir alleine sind und unsere Gedanken sortieren wollen.

 

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